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Zytomegalie

Was ist das? - Definition
Die Zytomegalie ist eine weltweit verbreitete Viruskrankheit. Häufig tritt sie bei geschwächtem Immunsystem oder bei Neugeborenen auf.
Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
- CMV (Cytomegalovirus)
- Humanes Herpesvirus Typ 5 (HHV 5)

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Das Zytomegalievirus ist ein Virus, das durch alle Körperflüssigkeiten übertragen werden kann, also Speichel, Muttermilch, Urin, Blut, Sperma und Vaginalsekret.
Deshalb sind wenige Kinder, aber bis zu 70 Prozent der sexuell aktiven Erwachsenen mit dem Virus infiziert. Das Virus führt dazu, dass sich die Zellen aufblähen; daher auch der Name Zytomegalie (große Zellen).
Stecken sich Schwangere mit dem Virus an, wird in der Hälfte der Fälle auch das Kind infiziert. Auch während der Geburt kann es zur Ansteckung des Kindes kommen.
Gefährlich ist die Ansteckung durch eine Transplantation, weil Betroffene Medikamente nehmen müssen, die das Immunsystem unterdrücken und es deshalb zu einem schweren Krankheitsverlauf kommen kann.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Gesunde Erwachsene: Bei gesunden Erwachsenen läuft die Infektion in den meisten Fällen unbemerkt ab. Manchmal bemerken die Betroffenen Halslymphknotenschwellungen und Fieber, das von Grippe-Symptomen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit begleitet wird. Manchmal bleiben diese Symptome über Wochen oder Monate bestehen. Es kann auch zur Entzündung von Lunge und Leber kommen.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Bei ansonsten Gesunden bleiben die Viren lebenslang im Körper, ohne Krankheitssymptome zu verursachen. Erst durch Unfall und schwere Krankheit kann es dann zum Ausbruch der Erkrankung kommen.

Patienten mit geschwächtem Immunsystem: Bei Personen mit Immunschwäche verläuft die Erkrankung schwer und nicht selten lebensbedrohlich.
Vier Wochen bis vier Monate nach einer Ansteckung, kommt es zu:
- Augenentzündung (Chorioretinitis), die bis zur Erblindung führen kann.
- Lungenentzündung (Pneumonie).
- Eine Entzündung der Speiseröhre, Durchfall und Leberentzündung führen zu Schluckstörungen, Würgereiz, Übelkeit, Erbrechen und starken Bauchschmerzen.
- Manchmal kommt es auch zu Entzündungen des Gehirns, was zu Bewusstseinsstörungen und neurologischen Schäden führt.

Säuglinge und Kinder: Steckt sich das Kind im Mutterleib oder während der Geburt an, kann es zu einer schweren Entzündungsreaktion des ganzen Körpers (Sepsis) kommen, die mit Entzündung von Leber und Milz, Blutungsneigung und Problemen mit der Atmung einhergeht. Auch eine Neugeborenen-Gelbsucht kann stärker oder länger ausgeprägt sein. In manchen Fällen kommt es auch zu Schädigung des Gehörs.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
- Lymphknotenschwellungen kommen häufig bei banalen Infektionserkrankungen vor. Sehr ähnlich wie die CMV-Infektion beim Gesunden verläuft auch die infektiöse Mononukleose (Pfeiffer'sches Drüsenfieber). Aber auch Krebserkrankungen führen zum Anschwellen von Lymphknoten.
- Bei Immungeschwächten können auch andere Erreger ähnliche Symptome verursachen, z.B. Pilze, Bakterien, oder andere Viren.

Verhaltenstipps
Besonders gefährlich ist die Infektion für Schwangere. Deshalb können Schwangere, die sich mit dem Virus angesteckt haben, Immunglobuline erhalten, um ihr Kind vor der Infektion zu schützen. Ähnliches gilt für Immungeschwächte nach Transplantationen.
Jede Frau im gebärfähigen Alter sollte ihren CMV-Antikörperstatus kennen (und zwar vor einer Schwangerschaft).
Hygienemaßnahmen wie Händedesinfektion können die Übertragung verhindern.

Bearbeitungsstand: 24.07.2012

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)


Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.