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Reiter-Syndrom

Was ist das? - Definition
Das Reiter-Syndrom ist eine nach einem Darminfekt, einer Bindehautentzündung oder einer Harnröhrenentzündung auftretende Gelenkentzündung.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
- Reaktive Arthritis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Entzündungserreger können sich über die Blutbahn im ganzen Körper verteilen und es kann zu Entzündungen in anderen Organen oder an anderen Körperstellen kommen.
Beim Reiter-Syndrom tritt gleichzeitig oder kurz nach einer bakteriellen Erkrankung (häufig nach einer Darminfektion mit Shigellen oder einer Harnwegsinfektion) eine Gelenkentzündung auf. Die genaue Ursache dieser Gelenkentzündung ist unklar, man vermutet genetische Hintergründe.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Tage oder Wochen nach einem Darminfekt, einer Harnröhrenentzündung oder einer Bindehautentzündung kommt es zur Schwellung, Schmerzen und Überwärmung in verschiedenen Gelenken. Meist sind die großen Gelenke wie Knie oder Schulter betroffen, es können aber auch andere Gelenke befallen sein.
Die Betroffenen sind in ihrem Allgemeinbefinden sehr beeinträchtigt, Fieber und Gewichtsabnahme sind häufig.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Entzündung kann auf andere Organe wie Augen, Herz oder die Haut übergreifen. Der Krankheitsverlauf ist unterschiedlich: die Gelenkentzündung kann einmalig bleiben und von selbst vollständig abheilen. Aber auch wiederkehrende Gelenksentzündungen sind nicht selten.
In den meisten Fällen wird das Reiter-Syndrom chronisch. Folge sind Gelenkzerstörungen ähnlich wie bei der chronischen Polyarthritis.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Gelenkentzündungen können verschiedene Ursachen haben:
- Sie können im Rahmen einer Viruserkrankung auftreten.
- Auch bei anderen chronischen Erkrankungen, besonders den chronischen Darmerkrankungen wie dem Morbus Crohn oder der Colitis ulcerosa, aber auch bei Hauterkrankungen wie der Schuppenflechte, kann es begleitend zu Gelenksreizungen kommen.
- Bei der chronischen Polyarthritis handelt es sich um eine rheumatische Erkrankung mit wiederkehrenden Gelenksentzündungen.
- Beim Gichtanfall, einer Entzündung infolge von Harnsäurekristallen im Gelenk ist typischerweise das Großzehengelenk befallen. Meist ist dem Gichtanfall ein Festessen mit viel Fleisch und Alkoholgenuss vorausgegangen, denn dies erhöht den Harnsäurespiegel im Blut und kann so einen Gichtanfall auslösen.
- An ein rheumatisches Fieber muss man bei Kindern oder Jugendlichen denken, die hohes Fieber haben und über starke Gelenkschmerzen klagen. Vorangegangen ist eine eitrige Mandelentzündung. Da man diese heute in der Regel mit Antibiotika behandelt, ist das rheumatische Fieber sehr selten geworden.

WVerhaltenstipps
- Bei stark entzündeten Gelenken wirkt lokale Kühlung schmerzlindernd.
- Kommt es im Anschluss oder gleichzeitig mit einem bakteriellen Infekt zu einer Gelenkschwellung, sollte ein Arzt aufgesucht werden damit rechtzeitig mit einer antibiotischen Therapie begonnen werden kann.

Bearbeitungsstand: 22.11.2011

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)


Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.