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Nasenbluten

Was ist das? - Definition
Blutaustritt aus einem oder beiden Nasenlöchern.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
Epistaxis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Lokale Blutung durch Zerreißen einer (meist) kleinen Vene durch mechanische Einwirkung (Nasenbohren, starkes Schnäuzen), Verletzungen der Schleimhaut durch Fremdkörper, Verletzungen der Nasenscheidewand, bei Nasenbeinbruch, bei Kopfverletzungen, als Folge von Allgemeinerkrankungen, wie Bluthochdruck (Hypertonie), Arterienverkalkung (Arteriosklerose), als Folge von Einnahme blutverdünnender Medikamente bei Tumorerkrankungen.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Bei allen Blutungen aus der Nase muss die Ursache zweifelsfrei festgestellt werden.
In den meisten Fällen handelt es sich um spontane Zerreißungen einer kleinen Vene im Bereich der gut durchbluteten vorderen Nasenscheidenwand. Meist tritt die Blutstillung ebenso spontan durch die körpereigene Wundheilung nach einigen Minuten ein. Bei Blutgerinnungsstörungen oder nach Einnahme blutverdünnender Medikamente kann jedoch ein größerer Blutverlust auftreten.
Tritt Nasenbluten häufig auf, muss die Ursache geklärt werden, da diese Blutungen Symptome ernsthafter Erkrankungen sein können.
Kopf- und Gesichtsverletzungen bedürfen einer ärztlichen Versorgung, um Komplikationen auszuschließen. Manchmal erklärt der Unfallhergang die Blutungen (z.B.: Faustschlag ins Gesicht). Besonders gefährlich sind Blutungen aufgrund von Schädelverletzungen, da auch das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen sein kann.

Was muss man tun? - Erste Maßnahmen und Verhaltenstipps
Der Patient sollte sich aufrecht hinsetzen. Die Schwerkraft verringert den Blutstrom. Der Kopf sollte nach vorne gebeugt werden, um das Blut abfließen zu lassen. Das Blut nicht schlucken, da Blut Erbrechen auslösen kann. Die Nasenflügel einige Minuten fest zusammendrücken und einen Druck auf die vordere Nasenscheidewand ausüben. Bei Blutungen im vorderen Bereich der Nase kann der Arzt mit einer Tamponade aus fester Watte die Blutung stoppen. Die Tamponade muss mindestens 12 Stunden verbleiben.
Durch kalte Umschläge oder Eisbeutel im Nacken ziehen sich die Gefäße in der Nase zusammen.
Bei Einnahme blutverdünnender Medikamente können spezielle Gegenmittel verabreicht werden.
Bei schweren Verletzungen wird eine Blutstillung nicht gelingen. Darum Blut abfließen lassen und vom Arzt versorgen lassen. Zur Sicherheit den Kopf und Hals mittels Halskrause ruhigstellen.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)


Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.