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Nahrungsmittelallergie

Was ist das? - Definition
Unter einer Nahrungsmittelallergie versteht man eine Überempfindlichkeit auf bestimmte Nahrungsbestandteile.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
- Gastrointestinale Allergie

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Wieso genau manche Menschen auf bestimmte Nahrungsmittel allergisch reagieren ist nicht bekannt. Man vermutet, dass die Anlage zur Allergie vererbt ist.
Der allergischen Reaktion liegt eine Störung des Immunsystems zu Grunde. Normalerweise kann der Körper zwischen fremden, krankmachenden Stoffen und harmlosen Umweltstoffen oder Nahrungsbestandteilen unterscheiden. Bei den Betroffenen aber werden harmlose Substanzen für einen gefährlichen Fremdkörper gehalten. Sie bewirken eine Reaktion des Immunsystems.
Nach einem ersten Kontakt mit der allergieauslösenden Substanz bildet der Körper Abwehrstoffe gegen diese Substanzen, die so genannten Antikörper. Bei einem erneuten Kontakt mit der Substanz setzen sich die Antikörper auf Zellen, welche Histamin, einen gefäßerweiternden Stoff, freisetzen. Dies führt zu den klassischen Zeichen einer Allergie wie dem Juckreiz oder einem Hautausschlag.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Nahrungsmittelallergien sind recht häufig - bis zu 5% der Bevölkerung sind betroffen, Frauen doppelt so häufig wie Männer. Besonders häufig sind Nahrungsmittelallergien bei Kleinkindern. In den allermeisten Fällen leiden die Betroffenen zusätzlich an einer Allergie gegen Pollen, dem Heuschnupfen.
Prinzipiell kann jedes Nahrungsmittel eine Allergie auslösen. Die häufigsten allergieauslösenden Nahrungsmittel sind:
- Äpfel und Haselnüsse
- Kuhmilch (besonders bei Kleinkindern)
- Hühnerei
- Fisch, Muscheln
Nahrungsmittelallergien können an fast allen Organen eine allergische Reaktion auslösen:
- Am häufigsten kommt es zu Hautreaktionen mit Juckreiz und einem Hautausschlag.
- Allergische Reaktionen im Bereich der Atemwege äußern sich mit plötzlich auftretender Atemnot infolge eines Anschwellens des Kehlkopfbereichs bis hin zum Asthmaanfall.
- Es kann zu Beschwerden im Bereich des Verdauungstrakts mit Pelzigkeitsgefühl auf Lippen und Gaumen, aber auch zu Bauchkrämpfen und Durchfall kommen.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
In sehr seltenen Fällen kann eine starke allergische Reaktion zum Kreislaufversagen, einem Schock, führen. Er zeigt sich durch einen sehr schnellen Puls mit gleichzeitigem Blutdruckabfall und kann lebensgefährlich werden. Die gefährlichsten Nahrungsmittel, die einen solchen Schock auslösen können sind Nüsse (besonders Erdnüsse), Fische und Schalentiere (z.B. Muscheln).
In der Regel aber verlaufen allergische Reaktionen harmlos, sie sind eher störend als wirklich gefährlich. Nach jahrelangem Verzicht auf die allergieauslösende Substanz kann die Allergie sogar verschwinden. Bei Kindern ist dies in über der Hälfte der Fälle möglich, ein Drittel der betroffenen Erwachsenen können so geheilt werden.

Was kann sonst noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Bei manchen Menschen löst der Genuss von Milch Durchfall und Bauchschmerzen aus. Hier liegt keine allergische Reaktion auf Milch, sondern ein Enzymmangel vor. Die Betroffenen haben einen so genannten Laktasemangel, das heißt es fehlt ihnen der Stoff, den wir brauchen um Milch verdauen zu können. Während bei einer allergischen Reaktion auf Milch kleinste Mengen sofort eine allergische Reaktion auslösen, können Menschen mit einem Laktasemangel kleine Mengen Milch durchaus vertragen.
Lösen Getreideprodukte mit Weizen Duchfall und Bauchschmerzen aus, so muss man neben einer Allergie auch an die Zöliakie denken. Hier liegt eine Unverträglichkeit auf das Getreideeiweiß Gluten vor.

Verhaltenstipps
- Die wichtigste Maßnahme ist, die Nahrungsmittel, welche eine allergische Reaktion auslösen, nicht zu sich zu nehmen.
- Wenn nicht genau bekannt ist, gegen welche Nahrungsmittel eine Allergie besteht, kann man dies mit einem Hauttest feststellen.
- Bei massiven allergischen Reaktionen mit Herzrasen oder Atemnot muss sofort der Notarzt verständigt werden.

Bearbeitungsstand: 23.11.2011

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)


Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.