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Morbus Basedow

Was ist das? - Definition
Schilddrüsenüberfunktion, ausgelöst durch körpereigene Abwehrstoffe, sog. Autoantikörper.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
- Immunogene Hyperthyreose
- Graves disease

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die Schilddrüse ist ein ca. 60g schweres Organ, welches im Halsbereich unterhalb des Kehlkopfes liegt. Die von der Schilddrüse gebildeten Hormone haben je nach Lebensalter unterschiedliche Wirkungen: während des Wachstums sind sie für die Knochen- und Hirnreifung wichtig. Im Erwachsenenalter regeln sie unseren Grundumsatz. Das heißt, sie sorgen dafür, dass in unserem Körper die für die jeweilige Situation nötige Energie bereitgestellt wird. Eine Ausschüttung der Hormone ins Blut bewirkt eine allgemeine Steigerung des Stoffwechsels. Dabei werden der Sauerstoffverbrauch, die Wärmeentwicklung und der Energieverbrauch des Körpers erhöht.
Besonders bei jungen Menschen ist die häufigste Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion der Morbus Basedow. Aus ungeklärter Ursache werden vom Körper Abwehrstoffe gegen die Schilddrüse, so genannte "Autoantikörper" gebildet, die mit der Schilddrüse in Kontakt treten. Die Folge ist eine vermehrte Hormonbildung.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Bei einer Schilddrüsenüberfunktion läuft der Körper auf "Hochtouren", denn er wird durch die Hormone ständig angeregt. Dementsprechend sind die Symptome:
- Der Morbus Basedow führt meist zu einer Vergrößerung der Schilddrüse, einem Kropf. Dies kann zu Spannungs- oder Druckgefühl im Bereich des Kehlkopfes führen.
-Das Herz ist angeregt, dies äußert sich in teils erheblichem Herzrasen oder Herzrhythmusstörungen.
- Sehr häufig beklagen die Betroffenen eine innere Unruhe, bemerken, dass sie zittern und häufig schwitzen, die Haut fühlt sich warm an.
- Wenn der Körper so angeregt ist, resultiert nicht selten eine Schlaflosigkeit.
- Die Anregung des Stoffwechsels äußert sich unter Umständen in einem plötzlich erhöhten Blutdruck.
- Ein Auto, das übertourig läuft verbraucht viel Treibstoff. Bei uns ist es ähnlich, die Stoffwechselanregung äußert sich in einer Abnahme des Gewichts.
- Bei 60% der Betroffenen kommt es zusätzlich zur "endokrinen Orbitopathie". Die Augen treten infolge von Gewebsvermehrung hinter dem Augapfel hervor. Folge sind ein verstärkter Tränenfluss, Rötung und Brennen der Augen bis hin zu Sehstörungen infolge einer Lähmung der Augenmuskeln.
- Eher selten finden sich Hautveränderungen im Bereich des Schienbeins. Es zeigt sich eine weiche Verdickung aufgrund von Bindegewebseinlagerungen.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Ein Morbus Basedow muss behandelt werden, denn die ständig übermäßig arbeitenden Organe, besonders das Herz, nehmen mit der Zeit Schaden. Nicht selten allerdings normalisiert sich die Schilddrüsenfunktion wieder. Deshalb kann man nach einer gewissen Therapiedauer versuchen, die Behandlung zu beenden.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Viele Menschen leiden unter Angstzuständen oder sind psychisch völlig überlastet. Dies kann zu ähnlichen Symptomen führen.
Eine rasche Gewichtsabnahme bei unveränderter Nahrungsaufnahme kann Zeichen verschiedener Erkrankungen sein und sollte vom Arzt abgeklärt werden.


Was kann dahinter stecken - Mögliche Krankheitsbilder
Nicht nur der Morbus Basedow führt zu einer Überfunktion der Schilddrüse:
Bei älteren Menschen findet sich meist ein so genannter "heißer Knoten" oder "autonomes Adenom" in der Schilddrüse. Es handelt sich hier um eine Zellgruppe, die ungehemmt Schilddrüsenhormone produziert. Die genaue Entstehungsursache ist unklar, doch zumeist entwickeln sich diese Zellgruppen in seit vielen Jahren bestehenden vergrößerten Schilddrüsen, dem Kropf. Deshalb nimmt die Häufigkeit dieser Form der Schilddrüsenüberfunktion mit dem Lebensalter zu.
Deutlich seltener ist eine Entzündung der Schilddrüse die Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion.


Verhaltenstipps
Bei Schlafstörungen aufgrund von Herzrasen, innerer Unruhe, Gewichtsabnahme ohne erkennbare Ursache ist immer eine Schilddrüsenüberfunktion auszuschließen.


Bearbeitungsstand: 26.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)


Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.