Artikel (0)
Anzahl Artikel Einzelpreis
Zwischensumme 0,00 €
Zur Kasse

Registrieren » Passwort vergessen » Überprüfungs-E-Mail zusenden
Artikel (0)
Anzahl Artikel Einzelpreis
Zwischensumme 0,00 €
Zur Kasse

Registrieren » Passwort vergessen » Überprüfungs-E-Mail zusenden

Service + Beratung: 0 23 07 - 28 99 050

Home
« Zurück zur Übersicht

Knochenmarksentzündung

Was ist das? - Definition
Die Entzündung des Knochenmarks ist eine durch Bakterien verursachte Entzündung. Der medizinische Begriff Osteomyelitis wird jedoch meist für die Knochenentzündung generell verwendet.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
- Osteomyelitis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Das Skelett eines Erwachsenen besteht aus Knochen. Außen besteht der Knochen aus sehr stabilem Knochengewebe. Um Gewicht zu sparen, ist er in seinem Inneren mit einer gallertartigen Masse, dem Knochenmark gefüllt.
Gelangen Bakterien in dieses Knochenmark entwickelt sich eine Osteomyelitis, eine Knochenmarksentzündung.
Die Bakterien können über zwei verschiedene Wege in das Knocheninnere gelangen:
- Am häufigsten gelangen Bakterien auf direktem Weg von außen in den Knochen, zum Beispiel bei einem offenen Knochenbruch. Hier ist der Knochen so zersplittert, dass Knochenteile durch die Haut nach außen ragen. Wenn eine Entzündung der Haut, zum Beispiel eine Nagelbettentzündung, in die Tiefe fortschreitet, kann es ebenfalls zur Knochenentzündung kommen. Auch im Rahmen einer Knochenoperation können Erreger in den Knochen gelangen. Dies ist allerdings sehr selten der Fall, weil bei Knochenoperationen auf höchste Keimfreiheit geachtet wird.
- Bei Erwachsenen selten, dafür bei Kindern und Jugendlichen häufiger, kann es im Rahmen einer Allgemeinerkrankung zu einer Knochenmarksentzündung kommen. Voraus geht eine schwere Erkrankung mit hohem Fieber, zum Beispiel eine Lungenentzündung, bei der es zu einer Sepsis, einer Blutvergiftung kommt. Hierbei treten die Erreger in die Blutbahn über. Sie können auf diesem Wege in andere Organe, unter anderm auch in das Konchenmark, gelangen und dort Entzündungen auslösen.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Im entzündeten Knochenbereich zeigen sich plötzlich die Zeichen einer lokalen Entzündung:
Der entzündete Knochen fühlt sich heiß an, die Haut ist in diesem Bereich geschwollen und gerötet. Die Betroffenen klagen über starke Knochenschmerzen und haben Fieber.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Bei rechtzeitiger Therapie heilt die Knochenmarksentzündung in aller Regel rasch ab. Gefürchtet ist die chronische Form der Entzündung. Hier wütet die Entzündung im Knochen trotz Behandlung weiter. Nicht selten bilden sich Entzündungsgänge vom Knochen bis an die Hautoberfläche aus der eitrige Flüssigkeit austritt. Es sind meist mehrere Operationen nötig um den Knochen zu heilen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Nicht jede entzündete Stelle über einem Knochen ist eine Knochenentzündung. Viel häufiger sind Prellungen, Hautentzündungen oder Verstauchungen die Ursache.

Verhaltenstipps
- Bei jeder lokalen Entzündung wirkt Kühlung schmerzlindernd.
- Kommt es nach Knochenoperationen oder bei einer starken Hautentzündung plötzlich zu Knochenschmerzen, sollte zum Ausschluss einer Osteomyelitis ein Arzt aufgesucht werden.


Bearbeitungsstand: 05.12.2011

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage


Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.