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Keratomalazie

Was ist das? - Definition
Die Keratomalazie ist eine Vitamin-A-Mangelerkrankung, die bei unterernährten Kindern in Entwicklungsländern häufig zur Erblindung führt. Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
- Nutritional blindness

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Vitamin A ist für die optimale Funktion des Auges unverzichtbar. Es ist Bestandteil des Sehpigments in den Stäbchenzellen der Augennetzhaut, die für die Hell-Dunkel-Wahrnehmung zuständig sind. Zudem hält es Haut und Schleimhäute intakt. Sinkt der Vitamin A-Spiegel im Blut unter einen bestimmten Wert, äußert sich dies durch krankhafte Veränderungen des Binde- und Hornhautgewebes der Augen.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Vorbote der Keratomalazie ist meist eine Nachtblindheit, die das Sehen in der Dunkelheit stark erschwert. Hält die Unterversorgung mit Vitamin A weiter an, trocknen die Bindehautzellen im Lidspaltenbereich des Auges aus und verhornen. Im nächsten Schritt beginnt auch die Hornhaut des Auges auszutrocknen (Xerophthalmie) und sich krankhaft zu verändern. Dies äußert sich in einer Verhornung ihrer Oberfläche, Einschmelzungen und Schwellungen (Keratomalazie).

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Im fortgeschrittenem Stadium sterben ganze Hornhautbereiche ab und trüben ein. Schließlich erblinden die Augen. In Europa tritt die Keratomalazie auf Grund der ausgewogenen Ernährungsbedingungen sehr selten auf. Dagegen ist sie in Entwicklungsländern noch eine häufige Ursache der Erblindung.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
In seltenen Fällen kann die Erkrankung auch durch einen schweren Darmkatarr oder Maserninfektionen zum Ausbruch gebracht werden.

Hausmittel und Verhaltenstipps
- In Gebieten mit Mangelernährung lässt sich das Auftreten einer Keratomalazie durch prophylaktische Vitamin-A-Gaben verhindern
- Augentropfen, die Vitamin A enthalten, können den Heilungsprozess beschleunigen
- Generell gilt: Um einem Vitamin-A-Mangel vorzubeugen, sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. Besonders reich an Vitamin A sind Fischtran, Leber, Milch, Butter und Eier. Vorstufen von Vitamin A, so genannte Carotinoide, die in der Darmwand zu Vitamin A gespalten werden, sind in Gemüse und Früchten enthalten.
- Vitamin A ist, wie fast alle Vitamine, empfindlich gegenüber Hitze, Licht und langer Lagerung. Nahrungsmittel sollten daher frisch verwertet, schonend zubereitet und möglichst kurz gelagert werden.
- Vitamin A oder Carotin-Präparate aus der Apotheke helfen, den Vitamin A-Speicher der Leber wieder aufzufüllen.

Bearbeitungsstand: 24.07.2012

Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage


Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.