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Gesundheits-Lexikon

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Kawasaki-Syndrom

Was ist das? - Definition
Seltene Kinderkrankheit mit fieberhafter Entzündung vieler Organe sowie der kleinen und mittleren Arterien.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
- Mukokutanes Lymphknotensyndrom

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die Ursache dieser Erkrankung ist unklar, man vermutet eine infektiöse Ursache, diskutiert werden aber auch Störungen des Immunsystems.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Erkrankung ist selten, in Deutschland erkranken ca. 9 von 100 000 Kindern. Sie tritt fast nur bei Kleinkindern, meist im 1. oder 2. Lebensjahr auf, Jungen sind häufiger betroffen.
Zu Beginn sind die Kinder schwer krank. Sie haben hohes Fieber, welches sich mit Antibiotika oder fiebersenkenden Mitteln nicht behandeln lässt. Zusätzlich finden sich meist einseitige Lymphknotenvergrößerungen am Hals und ein Hautauschlag besonders am Körperstamm.
Nach einigen Tagen kommt es zu Veränderungen an der Haut und den Schleimhäuten: es zeigt sich eine deutliche Rötung der Handinnenflächen und Fußsohlen. An den Augen entwickelt sich eine ausgeprägte Bindehautentzündung. Der Rachen ist stark gerötet, die Zunge knallrot (Erdbeerzunge), die Lippen dagegen trocken und rissig.
Desweiteren sind Hände und Füße geschwollen, die großen und kleinen Gelenke schmerzen.
Nach 10-14 Tagen geht das Fieber zurück, an den Fingerkuppen und Zehen schuppt sich die Haut, die Gelenkentzündungen klingen ab.
Die Kinder erholen sich nur langsam, wochen- bis monatelang können mangelnde Belastbarkeit und häufige Müdigkeit bestehen.
Ist es zu einer Beteiligung der inneren Organe gekommen, zeigt sich dies durch entsprechende Symptome, z.B. Bauchschmerzen, Leber- und Milzvergrößerung, Schmerzen beim Wasserlassen und entsprechenden Laborveränderungen.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Bei 20-30% der Kinder entwickeln sich Veränderungen an den Herzkranzgefäßen. In etwa 50% der Fälle bilden sich diese vollständig zurück. Selten entwickeln sich Gefäßverengungen oder -verschlüsse. Dies kann einen Herzinfarkt oder eine Herzschwäche zur Folge haben.
Dank dem Einsatz wirkungsvoller Medikamente sind schwere Komplikationen heute aber sehr selten.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Viele Kinderkrankheiten gehen mit Fieber und einem Hautausschlag einher. Beispielsweise Scharlach oder Masern. Die Leber- und Milzschwellung findet sich auch beim Pfeifferschen Drüsenfieber, einer Viruserkrankung.


Verhaltenstipps
- Mit Kleinkindern, welche tagelang fiebern sollte man einen Arzt aufsuchen.

Bearbeitungsstand: 24.07.2012

Quellenangaben:
Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)


Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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