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Hornhautverletzung

Was ist das? - Definition
Mechanische, chemische oder physikalische Verletzungen der Hornhaut des Auges.

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die Lederhaut, eine feste Bindegewebsschicht, bildet das Stützgewebe des Auges. Sie geht vorne in die durchsichtige Hornhaut über. Diese besteht aus insgesamt fünf Schichten, enthält keine Gefäße und wird unter anderem durch den Tränenfilm und das Kammerwasser des Auges ernährt. Aufgrund der Gefäßlosigkeit heilen tiefer gehende Hornhautverletzungen nur sehr langsam.
Als mechanische Verletzung der Hornhaut bezeichnet man Fremdkörper im Auge und Hornhautabschürfungen. Letztere können beispielsweise durch Berührung der Hornhaut mit Fingernägeln, Schminkutensilien, Ästen von Büschen oder auch falsch eingesetzten Kontaktlinsen verursacht werden.
Chemische Verletzungen der Hornhaut durch Berührung mit Säuren oder Laugen, z.B. Reinigungsmittel, Kleber oder Tränengas, können schwerwiegende Folgen haben. Besonders Verätzungen mit Laugen sind sehr gefährlich!
Unter physikalischen Verletzungen versteht man Schäden durch Verbrennungen oder starke Lichteinstrahlung, das so genannte Verblitzen, welches z.B. durch unsachgemäßes Arbeiten mit dem Schweißgerät oder durch Skifahren in großer Höhe bei Sonne ohne entsprechenden Augenschutz ausgelöst wird.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Hornhaut ist für unser Auge extrem wichtig. Um sie zu schützen führt schon die leiseste Berührung zum Lidschluss. Jede Hornhautverletzung verursacht krampfartige Schmerzen, vermehrten Tränenfluss und das Auge wird krampfhaft geschlossen gehalten.
Je nach Verletzungsart kommen folgende Beschwerden hinzu:
- befindet sich ein Fremdkörper auf der Hornhaut, spürt der Betroffene diesen bei jedem Lidschlag. Steckt der Fremdkörper schon längere Zeit im Auge, ist es zusätzlich zu einer Bindehautreizungung gekommen.
- Chemische Hornhautverletzungen führen im Gegensatz zu mechanischen Verletzungen sofort oder nach einiger Zeit zur Sehminderung, denn es kommt zur Hornhauttrübung.
- Verbrennungen der Hornhaut, z.B. durch Stichflammen, Fettspritzer oder heißen Dämpfen führen zu ähnlichen Symptomen wie eine Verätzung der Hornhaut.
- Beim Verblitzen dagegen kommt es erst nach ca. 6-8 Stunden zu plötzlichen Schmerzen und einer starken Lichtscheu, welche die Betroffenen nicht selten als plötzliche Erblindung deuten.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Der Verlauf einer Hornhautverletzung ist von der Verletzungsart aber auch von der Zeitdauer bis zur Erstversorgung abhängig:
- Oberflächliche Schürfungen der Hornhaut heilen in aller Regel von selbst innerhalb weniger Tage folgenlos ab.
- Ein metallischer Fremdkörper im Auge kann rosten und schwere Entzündungen hervorrufen. Werden verschmutzte oder organische (z.B. Pflanzenteile) Fremdkörper nicht rasch entfernt, können sie bakterielle Entzündungen hervorrufen.
- Verätzungen der Hornhaut können je nach Ausprägung narbenlos verheilen, aber auch zur Erblindung des Auges durch eine vollständige Hornhauttrübung führen.
- Physikalische Schäden der Hornhaut heilen in aller Regel unter einer antibiotischen Salbentherapie ohne bleibende Schäden ab.


Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage


Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.