Artikel (0)
Anzahl Artikel Einzelpreis
Zwischensumme 0,00 €
Zur Kasse

Registrieren » Passwort vergessen » Überprüfungs-E-Mail zusenden
Artikel (0)
Anzahl Artikel Einzelpreis
Zwischensumme 0,00 €
Zur Kasse

Registrieren » Passwort vergessen » Überprüfungs-E-Mail zusenden

Service + Beratung: 0 23 07 - 28 99 050

Home
« Zurück zur Übersicht

Helicobacter-pylori-Infektion

Was ist das? - Definition
Entzündungen der Schleimhaut in Magen und Zwölffingerdarm, verursacht durch das Bakterium Helicobacter pylori.

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Unser Magensaft enthält Salzsäure, welche von Zellen der Magenschleimhaut gebildet werden. Deshalb ist der Mageninhalt weitgehend steril, das heißt, die Salzsäure kann Bakterien oder andere Krankheitserreger abtöten. Jedoch gibt es auch Keime, die sich auf derart unwirtliche Bedingungen eingestellt haben. Besonders ein Bakterium, der so genannte Helicobacter pylori kann sehr gut in dieser sauren Umgebung existieren. Er bildet Ammoniak, welcher die Salzsäure neutralisiert. So schafft er sich günstige Vorraussetzungen zum Überleben in der Magenschleimhaut.
Der Keim wird von Mensch zu Mensch übertragen, der genaue Übertragungsweg ist allerdings nicht bekannt. Man kann dieses Bakterium daher bei einem Großteil der Erwachsenen nachweisen, ohne dass es ihnen Beschwerden verursacht.
Kommen zusätzlich Faktoren hinzu, welche die Magenschleimhaut angreifen, wie Rauchen, Stress oder Medikamente, kann es zur Schleimhautschädigung und damit zur Gastritis (Magenschleimhautentzündung) und in der Folge zu Geschwüren kommen. Helicobacter pylori gilt somit heute als einer der Hauptverursacher von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Wenn es zu einer Schleimhautveränderung durch den Keim gekommen ist, zeigen sich alle Symptome einer Magenschleimhautreizung oder eines Magen- bzw. Zwölffingerdarmgeschwüres.
Diese können von Oberbauchschmerzen, über Völle- und Übelkeitsgefühl bis zu Magenblutungen reichen.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Eine akute Magenschleimhautreizung kann, wenn sie nicht ausheilt, in eine chronische Gastritis übergehen. Diese wiederum gilt als Risiko für die Entwicklung eines Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüres.
Da man aber von der Existenz des Helicobacters weiß, wird bei jeder Veränderung der Magenschleimhaut eine Untersuchung auf das Vorliegen des Keimes durchgeführt. Unter einer entsprechenden Therapie wird er in den allermeisten Fällen zerstört und die Schleimhautveränderungen heilen folgenlos aus.


Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
- bei wiederkehrenden Oberbauchbeschwerden sollte zum Ausschluss einer Magenschleimhautveränderung ein Arzt aufgesucht werden.


Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)


Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.