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Gesundheits-Lexikon

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Diabetes insipidus

Was ist das? - Definition
Unfähigkeit der Nieren, den Harn zu konzentrieren infolge eines ADH-Mangels oder fehlender ADH-Wirkung
Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
- Diabetes spurius
- Wasserharnruhr

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
In unserem Gehirn wird ein Hormon gebildet, welches die Höhe der Urinausscheidung in der Niere reguliert. Es heißt: antidiuretisches Hormon, kurz ADH. Wird viel dieses Hormons ausgeschüttet, vermindert sich die Urinmenge, weil der Urin konzentriert wird. Die ist z.B. nötig, wenn wir schwitzen und dabei viel Flüssigkeit über die Haut verdunstet.
Ist dagegen eine große Menge Flüssigkeit im Körper, wird wenig ADH ausgeschüttet und somit erhöht sich die Urinmenge, weil dieser nur wenig konzentriert ist.
Es gibt zwei Ursachen des Diabetes insipidus: Infolge eines Unfalls, einer Hirnblutung oder eines Tumors wird im Gehirn zu wenig ADH gebildet. Bei Nierenschäden oder infolge eines erblich bedingten Defektes kann dagegen das Hormon an der Niere nicht wirken.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Betroffenen können ihren Urin nicht konzentrieren und scheiden deshalb sehr große Mengen Urin aus - bis zu 25 Litern pro Tag. Entsprechend groß und fast unstillbar ist der Durst, unter welchem die Betroffenen leiden.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Übersteigt die über den Urin verlorene Menge Wasser die Trinkmenge, so trocknet der Körper aus, man spricht von einer Exsikkose.
Dank meist rascher Diagnosestellung und recht guter Behandlungsmöglichkeiten sind schwerwiegende Komplikationen selten.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Um den Zucker über die Nieren auszuscheiden, werden auch bei der Zuckerkrankheit, dem Diabetes mellitus große Mengen Urin ausgeschieden.

Verhaltenstipps
- Unklar erhöhte Urinmengen sollte man beim Arzt abklären lassen

Bearbeitungsstand: 25.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)


Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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