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Morbus Paget
Was ist das? - Definition
Bei der Knochenerkrankung Morbus Paget läuft der Knochenstoffwechsel auf Hochtouren. Dadurch kommt es an einer oder mehreren Stellen zu einem übermäßigen Knochenumbau, der zu verdickten, aber brüchigen Knochen führt. An der langsam fortschreitenden Krankheit leiden vor allem ältere Menschen.
Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
- Ost(e)itis deformans
- Osteodystrophia deformans
- Paget-Erkrankung
Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die genaue Krankheitsursache ist nicht bekannt; neuere Studien weisen auf genetische Ursachen oder eine Virus-Infektion hin. Fest steht, dass der Knochenstoffwechsel der Betroffenen gestört ist. Bei gesunden Menschen befinden sich die Auf- und Abbauprozesse von Knochengewebe im Gleichgewicht. Anders bei Morbus-Paget-Patienten: Bei ihnen ist dieses Gleichgewicht gestört - sie bauen verstärkt Knochenmaterial ab. Als Reaktion darauf bildet der Körper unkontrolliert neues Knochengewebe, das allerdings weicher und somit anfälliger für Verformungen und Brüche ist als gesunde Knochen.
Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Meist sind die Beschwerden uncharakteristisch. In vielen Fällen berichten Betroffene von lokalen Knochenschmerzen. Mitunter ist der hochtourige Knochenstoffwechsel durch die Haut als Überwärmung spürbar. Durch die veränderte Belastbarkeit des neuen Knochengewebes kann es zu Fehlbelastungen, Muskelverspannungen und -krämpfen kommen. Die Patienten erleiden oft Knochenbrüche, die Skelettdeformierungen nach sich ziehen können.
Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es zu einer Verdickung des Schädels; der Kopfumfang nimmt zu. Sollten die Hirnnerven durch das Knochenwachstum beeinträchtigt werden, kann dies zu Schwerhörigkeit und Erblindung führen. Die Betroffenen haben ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines bösartigen Knochentumors und sollten sich daher regelmäßig ärztlichen Kontrollen unterziehen.
Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Andere Knochenerkrankungen wie beispielsweise Osteomalazie oder Knochenmetastasen führen zu ähnlichen Beschwerden.
Bearbeitungsstand: 09.05.2008
Quellenangaben:
Siegenthaler, Differentialdiagnose innerer Krankheiten, Thieme, (2000), 18. Aufl. - Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Siehe auch:
Bei der Knochenerkrankung Morbus Paget läuft der Knochenstoffwechsel auf Hochtouren. Dadurch kommt es an einer oder mehreren Stellen zu einem übermäßigen Knochenumbau, der zu verdickten, aber brüchigen Knochen führt. An der langsam fortschreitenden Krankheit leiden vor allem ältere Menschen.
Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
- Ost(e)itis deformans
- Osteodystrophia deformans
- Paget-Erkrankung
Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die genaue Krankheitsursache ist nicht bekannt; neuere Studien weisen auf genetische Ursachen oder eine Virus-Infektion hin. Fest steht, dass der Knochenstoffwechsel der Betroffenen gestört ist. Bei gesunden Menschen befinden sich die Auf- und Abbauprozesse von Knochengewebe im Gleichgewicht. Anders bei Morbus-Paget-Patienten: Bei ihnen ist dieses Gleichgewicht gestört - sie bauen verstärkt Knochenmaterial ab. Als Reaktion darauf bildet der Körper unkontrolliert neues Knochengewebe, das allerdings weicher und somit anfälliger für Verformungen und Brüche ist als gesunde Knochen.
Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Meist sind die Beschwerden uncharakteristisch. In vielen Fällen berichten Betroffene von lokalen Knochenschmerzen. Mitunter ist der hochtourige Knochenstoffwechsel durch die Haut als Überwärmung spürbar. Durch die veränderte Belastbarkeit des neuen Knochengewebes kann es zu Fehlbelastungen, Muskelverspannungen und -krämpfen kommen. Die Patienten erleiden oft Knochenbrüche, die Skelettdeformierungen nach sich ziehen können.
Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es zu einer Verdickung des Schädels; der Kopfumfang nimmt zu. Sollten die Hirnnerven durch das Knochenwachstum beeinträchtigt werden, kann dies zu Schwerhörigkeit und Erblindung führen. Die Betroffenen haben ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines bösartigen Knochentumors und sollten sich daher regelmäßig ärztlichen Kontrollen unterziehen.
Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Andere Knochenerkrankungen wie beispielsweise Osteomalazie oder Knochenmetastasen führen zu ähnlichen Beschwerden.
Bearbeitungsstand: 09.05.2008
Quellenangaben:
Siegenthaler, Differentialdiagnose innerer Krankheiten, Thieme, (2000), 18. Aufl. - Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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